Finanzvorsätze 2022: 2 von 3 Deutschen wollen ihre Finanzen optimieren

Finanzvorsätze 2022: 2 von 3 Deutschen wollen ihre Finanzen optimieren

Berlin, 17. Januar 2022. Mehr Geld sparen, weniger konsumieren und Geld anlegen: Das nehmen sich viele Menschen für das Jahr 2022 vor. Eine repräsentative Civey-Umfrage unter 2.501 Personen in Deutschland im Auftrag von PAIR Finance und Fabit zeigt, welche Vorsätze die Deutschen bezüglich ihrer Privatfinanzen für 2022 haben. Eine Entscheidungspsychologin hilft mit praktischen Tipps, um diese Pläne umzusetzen. 

Jede*r Dritte will 2022 mehr Geld sparen  

Fast zwei Drittel (62,7 Prozent) der Deutschen haben sich für 2022 vorgenommen, ihren Umgang mit Geld aktiv neu zu gestalten. Viele wollen entweder mehr Geld sparen (30,6 Prozent), den eigenen Konsum reduzieren (28,3 Prozent) oder Geld in Fonds, Kryptowährungen oder Aktien anlegen (26,8 Prozent). Das Abbezahlen von Schulden und Krediten hat sich jede*r Zehnte (11,7 Prozent) vorgenommen. Mehr Übersicht über die eigenen Finanzen mithilfe von Apps haben sich immerhin 4,6 Prozent der Befragten vorgenommen. Ähnlich sieht es beim Kauf auf Raten und Kredit aus: 4,5 Prozent wollen das im Jahr 2022 weniger machen. Das in Anspruch nehmen von Finanz- und Schuldnerberatung ist nur für 1,4 Prozent der Deutschen wichtig. 

Geld sparen30,6 %
Konsum reduzieren28,3 %
Geld anlegen (z. B. in Fonds, Krypto, Aktien)26,8 %
Schulden begleichen (z. B. Kredite abbezahlen)11,7 %
Mehr Finanzüberblick (z. B.  Planung mit Apps)4,6 %
Weniger Käufe auf Kredit/in Ratenzahlungen4,5 %
Finanz- / Schuldenberatung in Anspruch nehmen1,4 %
Weiß nicht9,3 %
Keine Angaben27,0 %
Frage: Welche dieser Vorsätze bezüglich Ihrer Privatfinanzen könnten Sie sich für das Jahr 2022 gut vorstellen?, Mehrfachnennungen möglich, Befragungszeitraum: 03.01.-04.01.2022, Teilnehmer gesamt: 2.501, repräsentativ für Bundesbürger ab 18 Jahren, stat. Fehler: 3,6 %

„Die Ergebnisse unserer gemeinsamen Befragung mit PAIR Finance zu den Finanzvorsätzen zeigen, dass die persönlichen Finanzen und das eigene Ausgabeverhalten für den Großteil der Deutschen im neuen Jahr eine essenzielle Rolle spielen”, kommentiert Susanne Krehl, Gründerin von Fabit die Ergebnisse. Fabit hat es sich zum Ziel gemacht, Menschen dazu zu befähigen, besser mit dem eigenen Geld umzugehen und ihre finanziellen Gewohnheiten zu optimieren. 

Stephan Stricker, Gründer und CEO PAIR Finance: „In den letzten Jahren wurden viele Menschen von finanziellen Schwierigkeiten während der Pandemie oder der steigenden Inflation unvorbereitet getroffen. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht. Mit der Studie zeigen wir, wie sich die Deutschen in Geldangelegenheiten dieses Jahr vorbereiten wollen.“ Mit KI-basiertem Digitalinkasso schafft PAIR Finance personalisierte Lösungen für Menschen mit Bezahlrückstand.

Junge Menschen wollen mehr sparen 

Große Unterschiede bei den Finanzvorsätzen zeigt sich vor allem in den verschiedenen Altersgruppen und beim Geschlecht. Während jede*r Zweite der 18- bis 29-Jährigen mehr Geld sparen will, sind es bei den 50- bis 64-Jährigen nur 26,5 Prozent. Das Verhältnis zeigt sich auch beim Thema Geld anlegen: Während von den bis 29-Jährigen über die Hälfte der Befragten (50,9 Prozent) Geld an der Börse anlegen will, haben sich das nur 19,9 Prozent der 50- bis 64-Jährigen vorgenommen. Beim Thema Konsum reduzieren sinkt die Bereitschaft mit dem Alter: Während jede*r Dritte (34,2 Prozent) unter 39 Jahren im Jahr 2022 weniger konsumieren will, ist es bei den ab 40-Jährigen nur jede*r Vierte (40-49 Jahre: 24,6 Prozent; 50-64 Jahre: 28,2 Prozent; 65 Jahre und älter: 26,6 Prozent). 

18-29 Jahre30-39 Jahre40-49 Jahre50-64 Jahre65 Jahre +
Geld sparen50,0 %36,7 %38,6 %26,5 %24,1 %
Konsum reduzieren34,2 %34,2 %24,6 %28,2 %26,6 %
Geld anlegen (z. B. in Fonds, Krypto, Aktien)50,9 %42,5 %33,5 %19,9 %18,5 %
Schulden begleichen (z. B. Kredite abbezahlen)5,0 %14,8 %19,2 %13,9 %6,3 %
Mehr Finanzüberblick (z. B.  Planung mit Apps)10,4 %2,9 %8,7 %4,1 %2,6 %
Weniger Käufe auf Kredit/in Ratenzahlungen9,6 %2,9 %5,0 %4,5 %4,0 %
Finanz- / Schuldenberatung in Anspruch nehmen4,5 %3,5 %0,0 %1,1 %0,7 %
Weiß nicht0,0 %3,8 %9,9 %12,0 %10,9 %
Keine Angaben22,0 %20,1 %16,5 %27,5 %35,3 %
Frage: Welche dieser Vorsätze bezüglich Ihrer Privatfinanzen könnten Sie sich für das Jahr 2022 gut vorstellen?, Mehrfachnennungen möglich, Befragungszeitraum: 03.01.-04.01.2022, Teilnehmer gesamt: 2.501, repräsentativ für Bundesbürger ab 18 Jahren, stat. Fehler Gesamtergebnisse: 3,6 %

Doppelt so viel Männer wie Frauen wollen 2022 ihr Geld anlegen

Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind vor allem bei den Plänen „Geld sparen” und „Geld anlegen” zu sehen. Während jeder Dritte befragte Mann mehr Geld beiseitelegen will, sind es bei den Frauen nur 27,2 Prozent. Noch extremer ist der Unterschied beim Thema Geldanlage: 35,2 Prozent der Männer haben diesen Plan, aber nur 17,3 Prozent der Frauen. 

FrauenMänner
Geld sparen27,2 %33,6 %
Konsum reduzieren28,4 %28,3 %
Geld anlegen (z. B. in Fonds, Krypto, Aktien)17,3 %35,2 %
Schulden begleichen (z. B. Kredite abbezahlen)9,7 %13,5 %
Mehr Finanzüberblick (z. B.  Planung mit Apps)2,8 %6,1 %
Weniger Käufe auf Kredit/in Ratenzahlungen3,7 %5,3 %
Finanz- / Schuldenberatung in Anspruch nehmen0,6 %2,1 %
Weiß nicht9,6 %9,1 %
Keine Angaben33,1 %21,5 %
Frage: Welche dieser Vorsätze bezüglich Ihrer Privatfinanzen könnten Sie sich für das Jahr 2022 gut vorstellen?, Mehrfachnennungen möglich, Befragungszeitraum: 03.01.-04.01.2022, Teilnehmer gesamt: 2.501, repräsentativ für Bundesbürger ab 18 Jahren, stat. Fehler Gesamtergebnis: 3,6 %

4 Tipps, um Finanzvorsätze erfolgreich umzusetzen

Warum wir uns mit Vorsätzen so schwertun, weiß Entscheidungspsychologin Dr. Minou Goetze. Sie lehrt an der Fresenius Hochschule in Hamburg, ist ehemalige Mitarbeiterin von PAIR Finance und betreut das Digitalinkasso weiterhin bei verhaltenspsychologischen Fragestellungen. „Beim Einhalten von Vorsätzen spielt der Konflikt zwischen einer unmittelbaren Belohnung (z.B. teure Schuhe kaufen) und einer noch besseren zukünftigen Belohnung (gespartes Geld) eine wichtige Rolle. Die unmittelbare Belohnung ist verlockend und kann nur durch Selbstkontrolle aufgeschoben werden. Wie gut Menschen darin sind dieser Verlockung zu widerstehen, kann z.B. anhand ihrer Persönlichkeitseigenschaften und Gehirnaktivität vorhergesagt werden”, so Goetze. 

„Mit genug Selbstdisziplin werden aus getroffenen Finanzvorsätzen mit der Zeit Gewohnheiten, die langfristig dabei helfen, finanziell gesund zu werden”, ergänzt Krehl. „Genug Selbstkontrolle aufzubringen, ist aber nur möglich, wenn die Motivation stimmt. Deswegen begleitet Fabit seine Nutzer und Nutzerinnen aktiv im Alltag. Mehr als 100 Challenges unterstützen dabei, alte Gewohnheiten zu hinterfragen und das eigene Verhalten zu verbessern.” 

Doch wie kann man souveräner mit seinen finanziellen Vorsätzen umgehen? Dafür hat die Psychologin ein paar praktische Tipps.

1. Konkrete Ziele setzen statt Vorsätze machen

Vorsätze werden in der Regel allgemein und unkonkret formuliert. Etwa: ‘Ich möchte etwas abnehmen.’ oder ‘Ich will weniger Geld ausgeben.’ Dabei handelt es sich aber nicht um Ziele. „Ziele sollten immer spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein”, erklärt Goetze. Auf Finanzen angewendet, heißt es dann: ‘Ich will jeden Monat mindestens 50 Euro sparen, um am Ende des Jahres 600 Euro gespart zu haben.’

2. Vermeiden von Verlusten ausnutzen

Aus der Verhaltensforschung ist bekannt, dass Menschen (finanzielle) Verluste unbedingt vermeiden wollen. Dieses Wissen kann man nutzen, indem man sich dazu verpflichtet, einen bestimmten Betrag zu bezahlen, sollte man sein Ziel nicht erreichen. Im besten Fall würde der Betrag einer Einrichtung zugutekommen, die man explizit nicht unterstützen möchte (z.B. Tabakindustrie).

3. Fortschritt verfolgen

Je transparenter man darüber informiert ist, ob und wie sehr man sich seinem Ziel nähert, desto eher erreicht man dieses Ziel tatsächlich. Zusätzlich motiviert es einen, Veränderungen beobachten zu können. Dabei können z.B. Apps wie Fabit helfen.

4. Über Vorsätze und Ziele sprechen

Sie wollen Ihre guten Vorsätze für sich behalten, damit niemand mitbekommt, was Sie sich vorgenommen haben? Keine gute Idee weiß Susanne Krehl von Fabit: „Wenn wir etwas Schwieriges vorhaben und versuchen, unsere Gewohnheiten zu ändern, ist es gut, wenn man über diesen Veränderungsprozess reden kann. Positiver sozialer Druck hilft dabei, durchzuhalten.” Freunde und Familie können durch Lob und positives Feedback für zusätzliche Motivation sorgen.

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Über PAIR Finance

PAIR Finance ist das führende Fintech für Inkasso und Forderungsmanagement in Deutschland. Das Unternehmen verändert die Inkassoindustrie, indem es Forderungsmanagement nachhaltig digital, effizient und kundenorientiert gestaltet. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz, Verhaltensanalytik und Data Science führt PAIR Finance verlorene Umsätze aus unbezahlten Rechnungen zurück. Mehr als 350 Unternehmen unterschiedlichster Branchen arbeiten schon jetzt erfolgreich mit der Inkassolösung für das digitale Zeitalter, darunter Zalando, Klarna, Home24 und Sixt. Das schnell wachsende Unternehmen, das 2016 in Berlin gegründet wurde, zählt an den Unternehmensstandorten Berlin und Wien rund 160 erfahrene Mitarbeiter*innen und wird von Gründer und CEO Stephan Stricker geführt.

Über Fabit

Fabit ist eine App zur Optimierung von finanziellen Gewohnheiten. Sie richtet sich an Menschen, die ihre Finanzen besser managen wollen, um nachhaltig ein finanziell gesundes und entspanntes Leben führen zu können. „Fabit“ leitet sich ab vom englischen „Financial Habit” – finanzielle Gewohnheit. Die hinter Fabit stehende Fabit GmbH wurde 2021 von Dr. Ralf-Michael Schmidt, Robert Heim und Susanne Krehl in Berlin gegründet. 

Pressekontakte

PAIR Finance: Denise Schönherr | Telefon: +49 (0) 179 9101120 | media@pairfinance.com 

Fabit: Julia Ptock | Telefon: +49 (0) 176 637 419 85 | presse@fabit.app